Teil E

Teil E von Faksimile Nr. 2 ähnelt sehr mindestens zweien unserer Beispiele von Hypocephali. Unten ein Vergleich.

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Der Leser wird bemerken, dass alle unserer am Anfang dieser Studie gezeigten Beispiele irgendwie Faksimile Nr. 2 in Bezug auf die mit Teil E bezeichnete Stelle ähnlich sind.

Die vier stehenden Figuren rechts in Teil E sind die vier Söhne des Horus. Die Abbilder dieser Götter sind auch auf den kanopischen Krügen eingeschnitzt, die man unter der Bahre in Faksimile Nr. 1 findet. Professor Richard A. Parker identfizierte sie als „menschenköpfigen Imseti, pavianköpfigen Hapy, schakalköpfigen Duamutef und falkenköpfigen Kebehsenuf“. (Dialogue: A Journal of Mormon Thought, Sommer 1968, S. 86)

Dr. Petrie liefert folgende interessante Information in Bezug auf die Kuh, die man auf dem Hypocephalus findet: „'Der Hypocephalus scheint seinen Ursprung in Verbindung mit Kapitel CLXII des Totenbuches gehabt zu haben. Aus der Vorschrift dieses Kapitels erfahren wir, dass die Figur der Kuh Hathor aus Gold zu fertigen und auf den Hals der Mumie zu platzieren war und dass eine weitere auf Papyrus zu zeichnen und unter den Kopf zu legen war. Die Vorstellung war, dass dies dem Verschiedenen in der Unterwelt Wärme geben sollte. Nach der achtzehnten Dynastie wurde das Kuh-Amulett missbraucht und die Zeichnung auf Papyrus entwickelte sich zu dem Hypocephalus, auf dem die Kuh immer noch als bedeutende Figur verblieb." (Erklärung von Dr. Petrie, wie in Joseph Smith as a Translator von R. C. Webb auf S. 155 zitiert)

Teil F

Teil F ist etlichen anderer unserer Beispiele von Hypocephali ähnlich. Unten ein Vergleich:


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Es ist interessant, dass der untere Teil von Teil F in der Zeichnung in Joseph Smith's Egyptian Alphabet and Grammar frei ist. In unserem Case, Bd. 3, S. 23 zeigen wir, dass der Opfertisch wahrscheinlich von Faksimile Nr. 1 hinzugefügt wurde.

Der Leser wird bemerken, dass die Füße der stehenden Figur in allen Beispielen von Hypocephali mit Ausnahme des mormonischen nach rechts zeigen. Dr. Nibley hat dies bemerkt und gibt zu, dass Faksimile Nr. 2 an dieser Stelle unrichtig restauriert wurde: "Die Füße von Figur 2 zeigen in die falsche Richtung, somit sind wir damit einverstanden, sie eine Restauration zu nennen." (Brigham Young University Studies, Herbst 1968, S. 92)

Der Mormonenägyptologe Michael Dennis Rhodes kommentiert in Bezug auf Teil F: „2. Eine zweiköpfige Gottheit, die die Doppelfederkrone des Amen trägt,… Dass die Gottheit eine Form von Amen ist, wird durch die Tatsache deutlich, dass er die Doppelfederkrone trägt, die in Kapitel 162 des Totenbuches erwähnt wird,… (BYU Studies, Frühjahr 1977, S. 268 & 270) Auf Seite 260 desselben Artikels zitiert Rhodes den relevanten Teil aus Kapitel 162 des Totenbuches: „1. Zitat: Grüße an dich, mächtiger Par der erhabenen Doppelfederkrone, Eigentümer der Weißen Krone [des Unteren Ägyptens], mit dem Dreschflegel ausgestattet. Du bist der Herr des Phallus.“

Teil G

In der Zeichnung im "Egyptian Alphabet" hat es den Anschein, dass ein Teil des Teiles G auf dem ursprünglichen Hypocephalus fehlte. Unten befindet sich eine Gegenüberstellung des Teiles G, wie er in Joseph Smith's Egyptian Alphabet and Grammar erscheint (links), mit dem, wie er in Times and Seasons erscheint (rechts).


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In anderen Hypocephali scheint die Figur in der Mitte vier Köpfe zu haben. Unten ein Vergleich:


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Der Ägyptologe M. Theodule Deveria gab folgenden Kommentar in Bezug auf Teil G des Mormonen-Hypocephalus:

"Dieser Gott wird immer mit vier Köpfen Rams dargestellt und sein Abbild ist hier mit Sicherheit geändert worden. Man hat auch offensichtlich einen sehr plumpen Versuch gemacht, den doppelten Menschenkopf des oben abgebildeten Gottes, Figur 2, anstatt die vier Köpfe Rams zu kopieren ..." (A Journey to Great Salt Lake City, Bd. 2, wie in Deseret News, 4. Jan. 1913, zitiert)

Wir haben den Eindruck, dass Deverias Theorie, dass die Mormonen diese Stelle mit demselben "doppelten Menschenkopf des oben abgebildeten Gottes" ausgefüllt hatten, wahrscheinlich richtig ist. Unten befindet sich ein Vergleich des Teiles F mit dem Teil G.


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Der Mormonengelehrte Richley Crapo beobachtet, dass der "sitzende zweigesichtige Gott in der Mitte des Hypocephalus einen Kopf hat, der in bemerkenswerter Weise dem Kopf des Gottes Par entspricht, der direkt darüber steht." (Book of Abraham Symposium, Seite 28)

Teil H

Teil H auf dem Mormonen-Hypocephalus (Faksimile Nr. 2) ist unseren Beispielen von anderen Hypocephali, die man auf S. 366 dieses Buches findet, ähnlich. Unten befindet sich ein Vergleich des Teiles H von Faksimile Nr. 2 mit Beispielen von anderen Hypocephali.


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Teil I

Teil I des Mormonen-Hypocephalus ist dem "Leyden-Hypocephalus" ähnlich. Sie haben beide vier Zeilen Geschriebenes an dieser Stelle. Unten befindet sich ein Vergleich dieser beiden.


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Joseph Smith hat diesen Teil auf dem Kopf nummeriert. Samuel A. B. Mercer gab folgenden Kommentar in bezug auf diese Angelegenheit: "Nr. 8-11. Hier versagte in der Tat die Inspiration des Propheten. Sie hat ihn nicht einmal vor dem Schnitzer bewahrt, die hieroglyphischen Zeilen auf dem Kopf zu nummerieren ... Seine Nummerierung der hieroglyphischen Zeilen auf dem Kopf zeigt, dass der Prophet kein Ägyptisch konnte." (The Utah Survey, Sept. 1913, S. 24)

Die letzte Zeile des Teiles I des Mormonen-Hypocephalus liefert den Namen der Person für den er gemacht wurde. Der Ägyptologe John A. Wilson informiert uns, dass „ein Hypocephalus eine Karton-Schheibe, die zum Ende der altertümlichen ägyptischen Geschichte unter den Kopf einer Mumie gelegt wurde. Ich denke, dass der Name des Eigentümers Sheshonk zu sein scheint“. (Dialogue: A Journal of Mormon Thought, Sommer 1968, S. 68) Der Mormonenägyptologe Michael Dennis Rhodes sagt ebenfalls: “Vom Text des Hypocephalus selbst scheint es, dass der Name des Eigentümers Sheshonk war.” (Brigham Young University Studies, Frühjahr 1977, S. 263) Es ist interessant zu beachten, dass der ägyptische Name Sheshonk als Schischak in der Bibel, 1. Köige 14:25-26, erscheint. Der Schischak, der hier erwähnt wird, ist aber ein Feind des Volks des Herrn: „…zog Schischak, der König von Ägypten, gegen Jerusalem. Er raubte die Schätze des Tempels…“ Während der Mormonen-Hypocephalus den Namen Schischak enthält, glauben Ägyptologen nicht, dass der Mann, der dort erwähnt wird, der Schischak ist, den man in der Bibel findet. Gemäß The Biblical World S. 527 lebte Pharaoh Schischak von „940-915 v. Chr.“ (ungefähr eintausend Jahre nach Abraham). Die Zeichnung, die in Faksimile 2 gezeigt wird, geht sogar auf eine spätere Periode zurück und die Ägyptologen haben nicht den Eindruck, dass sie für einen König bereitet wurde.

Dr. W. M. Flinters Petrie las 1912 diesen Namen auf Faksimile Nr. 2. Die Übersetzung dieses Namens schien Dr. James R. Clark Probleme gemacht zu haben und schlug vor, dass er von einem späten Schreiber hinzugefügt sein könnte: "Könnte Dr. Petrie den Namen Shishak auf Faksimile Nr. 2 richtig gelesen und dennoch die Übersetzung Joseph Smiths nicht entkräftet haben? ... Da die Gelehrten diese Hypocephali nur bei Gräbern in späten Dynastien gefunden haben, haben sie den Schluss gezogen, dass Joseph Smiths Papyrus ebenfalls von diesen Dynastien herstammen müsste. Es bestehen aber noch zwei andere Möglichkeiten, die diese Ähnlichkeiten erklären. Die eine ist, dass NICHT ALLES von den Inschriften auf Faksimile Nr. 2 aus dem Buch Abraham zu Abrahams Zeit geschrieben wurde. Das Faksimile könnte von einem späteren Schreiber ergänzt worden sein... besteht die Möglichkeit einer späteren Ergänzung dieses Berichtes, nachdem er die Hände Abrahams verließ? ...

Wenn Dr. Petrie nun den Namen Shishak (oder ähnlich) auf Faksimile Nr. 2 des Buches Abraham liest und Shishak zwischen 950 und 750 v. Chr. lebte, während Abraham, auf dessen Bericht sein Name erscheint, um 2000 v. Chr. lebte, entkräftet dies den Bericht? Müssen wir annehmen, dass der ganze Papyrus entweder um 2000 v. Chr. oder um 750 v. Chr. geschrieben worden ist? Ist es nicht möglich, dass ein Schreiber um 950-750 v. Chr. seinen Namen und vielleicht andere Namen dem Originalbericht, der von Abraham begonnen aber nicht beendet war, hinzugefügt haben könnte ... dass Dr. Petrie einige Formen der Schriftzeichen auf den Faksimiles und vielleicht sogar einige Wörter späteren Datums erkannt haben mag, muss nicht zwangsläufig den Bericht als ganzes entkräften, nämlich als die Schriften Abrahams und seiner patriarchalischen Nachfolger." (The Story of the Pearl of Great Price, S. 119, 121, 122 und 123)

Teile J und K

Wir haben die Teile J und K mit anderen Hypocephali in unserem Case, Bd. 3, S. 27 verglichen, aber da diese Stellen von keiner wirklichen Bedeutung sind, werden wir den Platz nicht verbrauchen, um sie hier zu behandeln.

 

weiter

Laut Joseph Smith hat er das Buch Abraham von einer Papyrusrolle aus dem Ägyptischen übersetzt. Als die Papyri wiedergefunden wurden, war man gespannt, ob Joseph Smith tatsächlich richtig übersetzen konnte.
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