Fälschung nachgewiesen

Über einhundert Jahre lang haben Ägyptologen behauptet, dass die Faksimiles im Buch Abraham vor der Veröffentlichung geändert wurden. Deveria war wahrscheinlich der erste Ägyptologe, der den Vorwurf erhob, dass die Mormonen die Faksimiles geändert hatten. Er erklärte: "Es ist klar für mich, dass etliche Figuren, die man in diesen verschiedenen Manuskripten findet, absichtlich geändert wurden." (A Journey to Great Salt Lake, Bd. 2, zitiert in Deseret News, 4. Jan. 1913, S. 4)

Als Antwort auf Deverias Angriff gab George Reynolds folgende Erklärung: "... welchen irdischen Grund es für die 'Mormonen' geben könnte, zu versuchen, sie zu ändern, befindet sich außerhalb unseres Verständnisses." (Are we of Israel? and the Book of Abraham, S. 131) Der Mormonengeschichtsschreiber B. H. Roberts sagte, dass die Vorstellung, dass die Mormonen die Figuren oder den Text absichtlich geändert hätten, "nicht in Frage kommt". (Improvement Era, Bd. 16, S. 314) Als Prof. Edgar J. Banks den Vorwurf erhob, dass Joseph Smith die Zeichnungen geändert hätte, erwiderte Sterling B. Talmage: "... dieser Autor zeigt seinen Mangel an sorgfältigem Studium durch dreiste Behauptung auf Grund keiner anderen Autorität als seiner eigenen, dass Joseph Smith 'die Zeichnungen geändert hätte, um sie für seine Zwecke passend zu machen', eine Anklage, die noch nie zuvor erhoben wurde, wegen ihrer eindeutigen Absurdität." (ebenda, Bd. 16, S. 771)

Nun, da einige der Originalpapyri ausfindig gemacht worden sind, haben wir entscheidende Beweise dafür, dass die Zeichnungen im Buch Abraham geändert worden sind und man auf sie nicht bauen kann. Der Beweis der Fälschung ist unwiderlegbar.

Obwohl der ursprüngliche Hypocephalus, von dem die Mormonen Faksimile Nr. 2 kopierten, nicht ausfindig gemacht worden ist, beweisen die gefundenen Papyri, dass die Zeichnung, die in der Köstlichen Perle erscheint, gefälscht worden ist. Offensichtlich war der ursprüngliche Hypocephalus, den Joseph Smith hatte, beschädigt. Teile davon waren entweder unleserlich oder abgefallen. Als die Mormonen den Holzschnitt für Faksimile Nr. 2 anfertigten, fügten sie fälschlicherweise Geschriebenes von den Papyri ein, das sich nicht auf dem Hypocephalus befand. Die Tatsache, dass jener Teil des Hypocephalus entweder fehlte oder beschädigt war, wird durch eine Zeichnung bewiesen, die in Joseph Smiths Alphabet and Grammar erscheint. Diese Zeichnung wurde 130 Jahre lang unterdrückt. Der Leser wird eine Ablichtung dieser Zeichnung in Beispiel Nr. 1 (Example No. 1) weiter unten finden. Beachten Sie die fehlenden Stellen in dieser Zeichnung.

Im Beispiel Nr. 2 (Example No. 2) wird der Leser eine Ablichtung vom Faksimile Nr. 2 finden, wie sie das erste Mal in Times and Seasons 1842 veröffentlicht wurde. Beachten Sie, dass die fehlenden Stellen eingefügt wurden.

In der Studie, die jetzt folgt, werden wir Ablichtungen von Faksimile Nr. 2 benutzen, wie sie zuerst von den Mormonen in Times and Seasons 1842 veröffentlicht wurden. Es ist wichtig, dass wir dies tun, denn es hat viele zusätzliche Änderungen seit 1842 gegeben. Dr. James R. Clark von der Brigham-Young-Universität macht folgende Bemerkungen zu diesen Änderungen: "Es ist notwendig, eine Warnung vor dem Gebrauch jedes Drucks dieser Faksimiles außer jenem, den Joseph Smith vorbereitet hatte, ausgehen zu lassen. Spätere Platten, die von diesen Holzschnitten oder Faksimiles angefertigt wurden, zeigen einige markante Änderungen in Form und Vollständigkeit der Symbole. Das Versäumnis, diese ursprünglichen Drucke zu verwenden, ist eine schwerwiegende Schwäche für alle nachfolgenden Kritiken an Joseph Smith als Übersetzer gewesen. Damit der Untersucher es wissen möge: Es hat nie eine Abschätzung über Joseph Smiths Fähigkeit als Übersetzer gegeben, die sich auf diese ursprünglichen Drucke stützt, die unter seiner persönlichen Aufsicht angefertigt wurden, sei es durch Gelehrte oder Sprachwissenschaftler, und nachfolgende Drucke, die in solchen Kritiken benutzt worden sind, können als defekte Drucke veranschaulicht werden." (Progress in Archaelogy, B.Y.U. Archaelogical Society Pub. 1963, S. 30)

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Mormonenschreiber haben F. S. Spalding kritisiert, weil er den Druck von 1907 aus der Köstlichen Perle benutzte, an Stelle des Drucks von 1842 in Times and Seasons. James R. Clark klagte an: "Eine zusätzliche beschädigende Überlegung über Bischof Spaldings 'fachkundige' Untersuchung ist die nachweisliche Tatsache, dass die Faksimiles, die Bischof Spalding benutzte, Druckfehler enthielten. Wenn er so fachkundig oder wenn seine Gelehrten fachkundig gewesen wären, warum machten sie sich keine Sorgen darum, wenigstens zu wissen, dass der Druck von 1842 von den Faksimiles, der unter Joseph Smiths persönlicher Aufsicht stand weit akurater ist als der Druck von 1907, den er den 'größten Ägyptologen der Welt' vorlegte'". (The Story of the Pearl of Great Price, Seiten 59-61)

Von den Faksimiles sprechend, die Spalding den Ägyptologen zusandte, schrieb Dr. Hugh Nibley:

"... die miserablen Kopien, die Bischof Spalding unter seiner Jury von Experten herumreichte, machten einen sehr armseligen Eindruck und ihre rohe Unbeholfenheit wurde in jeder Hinsicht dem Propheten selbst zugeschrieben... Es macht einen großen Unterschied, mit welchem Text ein Gelehrter arbeiten muss, wenn man das kürzlich entdeckte Original von Faksimile 1 mit den Kopien davon vergleicht, die Spalding den Kritikern zusandte, so sollte es das jedem deutlich machen." (Improvement Era, Feb. 1968, S. 20-21)

Weil Dr. Nibley diese Sache nicht deutlich macht, wer für die „miserablen Kopien“ verantwortlich war, könnte der Leser den Eindruck bekommen, dass Spalding die Kopien geändert hätte, die er den Ägyptologen sandte. Nun, was war das überhaupt, was Spalding den Ägyptologen sandte? Es war die Köstliche Perle - die offizielle Veröffentlichung der Mormonenkirche -, die die Faksimiles enthält. Dr. James R. Clark sagt, dass es der "Druck von 1907" der Köstlichen Perle war, die die Ägyptologen untersuchten. (Story of the Pearl of Great Price, S. 61)

Nun, warum sollte Dr. Nibley die Tatsache hervorheben, dass Spalding "miserable Kopien" den Ägyptologen lieferte, wenn es doch die Mormonen selbst waren, die die Änderungen in den Faksimiles vorgenommen hatten?

In den Brigham Young University Studies, gibt Dr. Nibley zu, dass die Faksimiles, die die Kirche jetzt in der Köstlichen Perle veröffentlicht, nicht genau sind:

"Die Köstliche Perle selbst veranschaulicht wunderbar diese Sache. Die Faksimiles, die jetzt benutzt werden, sind äußerst schlechte Nachbildungen, weit minderwertiger als die ersten Holzschnitte, die 1842 veröffentlicht wurden. Bin ich also als ein Mitglied der Kirche verpflichtet, die gegenwärtige offizielle Ausgabe zu Rate zu ziehen und sie als fehlerlos anzusehen, SO SCHLECHT WIE SIE IST, nur weil sie die offizielle Veröffentlichung der Kirche ist?" (Brigham Young University Studies, Winter 1968, Seite 177)

Wir sind froh, dass Dr. Nibley diese Erklärung abgegeben hat, denn sie ist mit Sicherheit die Wahrheit. Aber wir fragen uns, warum er sie nicht in seinen Artikel in der Improvement Era miteinbezogen hat. Da sein Artikel in der Era zu finden ist, könnte der Leser den Eindruck bekommen, dass F. S. Spalding die Änderungen vorgenommen hätte, wohingegen die Wahrheit ist, dass die Mormonenführer verantwortlich waren. In der Improvement Era vom April 1968, S. 65, sagte Dr. Nibley, dass Spalding "vom Weg abgekommen" war, als er "allen seinen acht Sachverständigen die bei weitem schlechtesten Kopien zusandte…" Wenn Bischof Spalding "vom Weg abgekommen" war, als er diese Kopien den Ägyptologen übergab, waren dann nicht die Mormonenführer "vom Weg abgekommen", als sie zuließen, dass diese so gedruckt wurden? In der Ausgabe von 1972 dieses Buches schrieben wir: „Man sollte meinen, dass die Mormonenführer die besten und akkuratesten Kopien der Faksimiles in den modernen Ausgaben hätten, aber dies ist nicht der Fall.“ Seit diese Aussage gedruckt wurde, hat die Kirche bei einigen Nachdrucken der Köstlichen Perle auf die Eingravierungen der Times and Season zurückgegriffen. Ein Exemplar, das wir 1978 kauften, hat immer noch die „äußerst schlechten Reproduktionen“ darin, aber das Gerücht geht um, dass eventuell alle Kopien geändert werden, so dass sie die Eingravierungen von Times and Season enthalten.

An Hand der Information, die oben gegeben wurde, wird der Leser erkennen, dass es wichtig ist, dass wir eine Fotokopie des Drucks des Faksimile Nr. 2 von 1842 benutzen.

Um eine genaue Studie von Faksimile Nr. 2 vornehmen zu können, ist es erforderlich, dass wir es in mehrere Abschnitte unterteilen und jedes Teil einem Buchstaben zuordnen. Unten wird der Leser eine Fotokopie von Faksimile Nr. 2 vorfinden, die wir für diese Studie unterteilt und gekennzeichnet haben.


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Laut Joseph Smith hat er das Buch Abraham von einer Papyrusrolle aus dem Ägyptischen übersetzt. Als die Papyri wiedergefunden wurden, war man gespannt, ob Joseph Smith tatsächlich richtig übersetzen konnte.
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